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Fono Forum - 2003

Alles ist Rede
Norbert Hornig traf die Musiker nach einem Konzert.
April 2003

Das Trio Jean Paul ist eines der meistgefragten deutschen Klaviertrios. Zu seinen Vorlieben gehört es, Musik und Literatur zu verbinden. Ein Konzept, das funktioniert und vorzüglich wirkt gegen die Programmroutine im Konzertbetrieb.

Der Pianist in Zürich, der Geiger in Hannover, der Cellist in Berlin. Eckart Heiligers, Ulf Schneider und Martin Löhr lieben diese musikalische Dreierbeziehung auf Distanz. Wenn sie dann zur gemeinsamen Probe zusammenkommen und manchmal fast rund um die Uhr das nächste Konzertprogramm vorbereiten, an Standardwerken feilen oder ein zeitgenössisches Werk einstudieren, knistert die Spannung immer wieder. Nein, im Leben des Trio Jean Paul gibt es keine Routine. Immer zusammen sein - das wäre für sie das Ende der Inspiration. Die räumliche Trennung und klare Abgrenzung von den übrigen künstlerischen Aktivitäten der anderen erhalten die Motivation und den Spaß an der Arbeit. Sie sind seit langem gute Freunde, die ideale Basis für musikalisches Einvernehmen. Ulf Schneider und Martin Löhr spielten bereits während ihrer Studienzeit an der New Yorker Juillard School in einem Klaviertrio. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland übernahm dann Eckart Heiligers den Klavierpart. Damit war 1991 das Trio Jean Paul geboren. Auch außerhalb des Trios sind die drei als Solisten und Kammermusiker aktiv. Eckart Heiligers und Ulf Schneider unterrichten außerdem an den Hochschulen in Zürich bzw. Hannover, Martin Löhr ist Solocellist der Berliner Philharmoniker.

Vielfältig sind die Gründe, warum sich die drei zum Klaviertrio hingezogen fühlen. "Mich hat das Divergente im Klang gereizt", erklärt Ulf Schneider seine besondere Vorliebe für die Formation, "nicht primär das Homogene, wie man es im Streichquartett erfahren kann." "Es ist auch eine gute Kombination von der Zahl her", findet Eckart Heiligers, "bei einem Klavierquartett oder -quintett bildet sich viel mehr ein "Klavierblock" und ein "Streicherblock" heraus, während die Stimmen im Klaviertrio viel enger verzahnt sind. Auch vom Satz her ergibt sich meist ein wirkliches Wechselspiel zwischen den Instrumenten, unendlich viele Farbschattierungen sind möglich." Martin Löhr differenziert weiter: "Es gibt im Klaviertrio auch das ständige Umschalten vom quasi solistischen Spiel in ein streichquartettähnliches Verschmelzen der Stimmen. Hochinteressant für die Streicher, weil man sehr viele Facetten ausleuchten kann, inwieweit man sich als Streicher vom Klavierklang absetzt oder auch nicht. So entsteht eine große Plastizität, und es gibt viele neue Varianten des Klanges und des Zusammenspiels zu entdecken."

 



 

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There is this exuberant, flourishing and silver-tongued sound, there is this enormous homogeneity of the musical action, there is this stupendous virtuosity of all participants, which is always based on sustainable mental work.

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